Pressemitteilung vom 26.09.2008
zurückSpitzenzeiten? Sport und Doping in der DDR
Die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur lädt am Dienstag, 30. September 2008 um 18 Uhr in Frankfurt am Main zur Vortragsveranstaltung >>Spitzenzeiten? Sport und Doping in der DDR<< ein. Die Veranstaltung findet im Rahmen der Reihe „Mythen der DDR“ der Bundeszentrale für politische Bildung, der Bundesbeauftragten für die Stasiunterlagen und der Bundesstiftung Aufarbeitung sowie in Verbindung mit dem Landessportbund Hessen und der Landeszentrale für politische Bildung Hessen statt. Veranstaltungsort ist die Geschäftsstelle des Landessportbunds Hessen, Otto-Fleck-Schneise 4 in 60528 Frankfurt am Main.
In der DDR war der Hochleistungssport immer ein bevorzugter Schauplatz, um die »Überlegenheit des Sozialismus« vor aller Welt zu demonstrieren. Seit den Olympischen Spielen im Jahre 1968 in Mexiko City bis zum Ende der SED-Diktatur gelang es dem ostdeutschen Staat, in der Medaillenbilanz deutlich besser abzuschneiden als die Bundesrepublik. Erst nach dem Fall der Mauer wurde in erschreckender Weise sichtbar, wie hoch der Preis für den Siegeszug des ostdeutschen »Sportwunderlands« war. Dazu zählten Reglementierung und Überwachung der DDR-Spitzenathleten durch die Staatssicherheit und Zwangsdoping, selbst im Falle von Kindern.
Dr. Jutta Braun, Arbeitsbereich Zeitgeschichte des Sports der Universität Potsdam, rekonstruiert in ihrem Vortrag die Methoden dieser systematischen Körperverletzungen und hinterfragt kritisch, inwieweit sich die Bundesrepublik vom ostdeutschen Medaillenboom blenden ließ. Nicht zuletzt geht es darum zu resümieren, ob in dem populären und medienwirksamen Gesellschaftsbereich Sport die »Mythen der DDR« auch heute noch lebendig sind. Im Anschluss steht Jutta Braun im Gespräch mit dem ZDF-Sportjournalisten Eike Schulz auch für Publikumsfragen zur Verfügung.
Wir bitten um Anmeldung telefonisch unter 069 6789265 oder per E-Mail: leistungssport@lsbh.de
Weitere Informationen erteilt Ihnen gerne Dietrich Wolf Fenner, Pressesprecher Bundesstiftung Aufarbeitung, Telefon: 030-31 98 95 225.
Berlin, 26. September 2008

