Veranstaltungsnachlese 2010
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Im Nachgang zu unseren Veranstaltungen stellen wir Ihnen hier unterschiedliche Materialien und weiterführende Informationen zur Verfügung. Die Veranstaltungs-Mitschnitte liegen als mp3-Dateien vor und können heruntergeladen werden (Rechtsclick + speichern) oder direkt im Browser über eine installierte Erweiterung (Plugin) abgespielt werden.
Veranstaltungsnachlesen der Jahre: 2009 2008 2007 2006 2005 2004 2003
Wittenberg, 22. - 25. Juli
»6. Promovierendentage zur deutschen Zeitgeschichte nach 1945«
Workshop gemeinsam mit dem Institut für Hochschulforschung Wittenberg
Zu Beginn der diesjährigen Veranstaltung wurde ein Einblick in Fragen kontrafaktischer Geschichtsschreibung gegeben. Den Eröffnungsvortrag hielt Prof. Dr. Alexander Demandt: »Was wäre wenn …? Chancen und Probleme kontrafaktischer Geschichtsschreibung – eine Momentaufnahme am 20. Jahrestag der Deutschen Einheit«. Im Zentrum der Promovierendentage standen mehrere Übungen zum journalistischen Schreiben. Diese wurden mit dem Autor und Lektor Christian von Ditfurth durchgeführt. Außerdem wurden Formen der Selbstpräsentation im Internet vorgestellt, diskutiert und erprobt sowie der Anspruch und Umsetzung des Public-History-Studiengangs an der Freien Universität Berlin vorgestellt.
weitere Informationen : www.promovierendentage.de
Zu Beginn der diesjährigen Veranstaltung wurde ein Einblick in Fragen kontrafaktischer Geschichtsschreibung gegeben. Den Eröffnungsvortrag hielt Prof. Dr. Alexander Demandt: »Was wäre wenn …? Chancen und Probleme kontrafaktischer Geschichtsschreibung – eine Momentaufnahme am 20. Jahrestag der Deutschen Einheit«. Im Zentrum der Promovierendentage standen mehrere Übungen zum journalistischen Schreiben. Diese wurden mit dem Autor und Lektor Christian von Ditfurth durchgeführt. Außerdem wurden Formen der Selbstpräsentation im Internet vorgestellt, diskutiert und erprobt sowie der Anspruch und Umsetzung des Public-History-Studiengangs an der Freien Universität Berlin vorgestellt.
weitere Informationen : www.promovierendentage.de
Berlin, 01. – 03. Juli
»Erinnern an den Zweiten Weltkrieg – Mahnmale und Museen in Mittel- und Osteuropa«
Internationale Konferenz
Gemeinsam mit Global and European Studies Institute der Universität Leipzig, DHM Berlin, Jüdisches Museum Berlin, Stiftung Mahnmal für die ermordeten Juden Europas u. a.
Programm und Anmeldung siehe unter www.uni-leipzig.de/gesi
Gemeinsam mit Global and European Studies Institute der Universität Leipzig, DHM Berlin, Jüdisches Museum Berlin, Stiftung Mahnmal für die ermordeten Juden Europas u. a.
Programm und Anmeldung siehe unter www.uni-leipzig.de/gesi

Berlin, 24. Juni
»1 : 1 ?« 20 Jahre Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion
Podiumsdiskussion
Die Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der DDR trat am 1. Juli 1990 aufgrund des Staatsvertrages vom 18. Mai 1990 in Kraft. Noch gegenwärtig sind die Bilder jenes Tages, die Tausende von Menschen vor Banken und Sparkassen zeigen, um ihr DDR-Geld in die ersehnte »West-Mark« zu tauschen. Viele Menschen in der DDR verbanden damit die Hoffnung auf eine schnelle Angleichung ihrer Lebensverhältnisse an Westdeutschland. Bereits im Vorfeld hatten Fachleute vor einem unrealistischen Umtauschkurs der DDR-Währung und den Folgen gewarnt. Kaum jemand dachte in der Euphorie jener Tage an die wirtschaftlichen Probleme, die die zerrüttete DDR-Planwirtschaft in das vereinigte Deutschland einbringen würde. Welche Hoffnungen und Erwartungen setzten die Menschen in diesen Neuanfang? Welche Visionen wurden realisiert? Welche Rolle spielte die Treuhand bei der Privatisierung der verstaatlichten Betriebe und Kombinate? Über diese und weitere Fragen diskutierte das Podium zum 20. Jahrestag der Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion.
Veranstaltungsflyer (100 KB)
Veranstaltungsbericht (108 KB)
Die Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der DDR trat am 1. Juli 1990 aufgrund des Staatsvertrages vom 18. Mai 1990 in Kraft. Noch gegenwärtig sind die Bilder jenes Tages, die Tausende von Menschen vor Banken und Sparkassen zeigen, um ihr DDR-Geld in die ersehnte »West-Mark« zu tauschen. Viele Menschen in der DDR verbanden damit die Hoffnung auf eine schnelle Angleichung ihrer Lebensverhältnisse an Westdeutschland. Bereits im Vorfeld hatten Fachleute vor einem unrealistischen Umtauschkurs der DDR-Währung und den Folgen gewarnt. Kaum jemand dachte in der Euphorie jener Tage an die wirtschaftlichen Probleme, die die zerrüttete DDR-Planwirtschaft in das vereinigte Deutschland einbringen würde. Welche Hoffnungen und Erwartungen setzten die Menschen in diesen Neuanfang? Welche Visionen wurden realisiert? Welche Rolle spielte die Treuhand bei der Privatisierung der verstaatlichten Betriebe und Kombinate? Über diese und weitere Fragen diskutierte das Podium zum 20. Jahrestag der Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion.
Veranstaltungsflyer (100 KB)
Veranstaltungsbericht (108 KB)
1. Begrüßung
Dr. Anna Kaminsky
(mp3; 05:22min; 5,1 MB)
2. Podium Teil 1(mp3; 05:22min; 5,1 MB)
(mp3; 22:21min; 20,9 MB)
3. Teil 2
(mp3; 15:51min; 14,9 MB)
Dresden, 24. –26. Juni
»Von der Sowjetologie zur Transitologie? Die DDR-Forschung im Spannungsfeld zwischen klassischer Kommunismus- und moderner Transformationsforschung seit 1989/91 – eine Bestandsaufnahme«
Podiumsgespräch
gemeinsam mit dem Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung Dresden
Auch zwanzig Jahre nach der Friedlichen Revolution ist die Beschäftigung mit der DDR eher eine »isolierte deutsche Spezialforschung«. Das Hannah-Arendt-Institut wollte daher zu einer Bestandsaufnahme der gegenwärtigen länderspezifischen Forschung zur Geschichte der ostmitteleuropäischen Staaten seit 1945 einladen und dabei Möglichkeiten einer vernetzten osteuropäischen Forschung ausloten. Die Veranstaltung sollte dazu beitragen, die DDR nicht nur als ein singuläres Forschungsgebiet zu begreifen, sondern in einen größeren Forschungszusammenhang (Osteuropaforschung) zu stellen. Die Tagung stand im Zusammenhang mit zwei weiteren Konferenzen. Zum einen wird das Institut für Zeitgeschichte die DDR-Forschung im zwanzigsten Jahr der Wiedervereinigung bilanzieren und zum anderen Prof. Dr. Astrid Lorenz, HU Berlin, zu einer Bilanz der sozial- und politikwissenschaftlichen Transformationsforschung zur Entwicklung Ostdeutschlands seit 1990 einladen. Auch diese Tagungen, die gemeinsam mit der Bundesstiftung Aufarbeitung ausgerichtet werden, sollen Forschungsperspektiven aufzeigen.
Veranstaltungsflyer (323 KB)
Auch zwanzig Jahre nach der Friedlichen Revolution ist die Beschäftigung mit der DDR eher eine »isolierte deutsche Spezialforschung«. Das Hannah-Arendt-Institut wollte daher zu einer Bestandsaufnahme der gegenwärtigen länderspezifischen Forschung zur Geschichte der ostmitteleuropäischen Staaten seit 1945 einladen und dabei Möglichkeiten einer vernetzten osteuropäischen Forschung ausloten. Die Veranstaltung sollte dazu beitragen, die DDR nicht nur als ein singuläres Forschungsgebiet zu begreifen, sondern in einen größeren Forschungszusammenhang (Osteuropaforschung) zu stellen. Die Tagung stand im Zusammenhang mit zwei weiteren Konferenzen. Zum einen wird das Institut für Zeitgeschichte die DDR-Forschung im zwanzigsten Jahr der Wiedervereinigung bilanzieren und zum anderen Prof. Dr. Astrid Lorenz, HU Berlin, zu einer Bilanz der sozial- und politikwissenschaftlichen Transformationsforschung zur Entwicklung Ostdeutschlands seit 1990 einladen. Auch diese Tagungen, die gemeinsam mit der Bundesstiftung Aufarbeitung ausgerichtet werden, sollen Forschungsperspektiven aufzeigen.
Veranstaltungsflyer (323 KB)
Leipzig, 21.-23. Juni
»Die Musealisierung der DDR – Wege, Möglichkeiten und Grenzen der Darstellung von Zeitgeschichte in stadt- und regionalgeschichtlichen Museen«
Konferenz gemeinsam mit dem Stadtgeschichtlichen Museum Leipzig
Die wissenschaftlich fundierte Sammlung, Bewahrung und Dokumentation von historischen Objekten sowie die Vermittlung von DDR-Geschichte birgt für stadt- und heimatgeschichtliche Museen ein großes Potential. Dieses Potential wird bisher von diesen Museen nur selten genutzt. Andererseits zeigt die steigende Zahl privat betriebener, kommerzieller DDRMuseen das öffentliche Interesse an diesem Thema. Diese Situation nimmt die Tagung als Ausgangspunkt. Sie möchte verschiedene Dimensionen der Musealisierung der DDR diskutieren und nach Möglichkeiten und Grenzen zeithistorischer Darstellungen fragen.
Ankündigung Museumstagung (471 KB)
Veranstaltungsflyer (323 KB)
Veranstaltungsprogramm (485 KB)
Die wissenschaftlich fundierte Sammlung, Bewahrung und Dokumentation von historischen Objekten sowie die Vermittlung von DDR-Geschichte birgt für stadt- und heimatgeschichtliche Museen ein großes Potential. Dieses Potential wird bisher von diesen Museen nur selten genutzt. Andererseits zeigt die steigende Zahl privat betriebener, kommerzieller DDRMuseen das öffentliche Interesse an diesem Thema. Diese Situation nimmt die Tagung als Ausgangspunkt. Sie möchte verschiedene Dimensionen der Musealisierung der DDR diskutieren und nach Möglichkeiten und Grenzen zeithistorischer Darstellungen fragen.
Ankündigung Museumstagung (471 KB)
Veranstaltungsflyer (323 KB)
Veranstaltungsprogramm (485 KB)

Berlin, 15. Juni
»Der Aufstand vom 17. Juni 1953 in der DDR«
Podiumsgespräch
Über eine Million Menschen in 700 Orten der DDR demonstrierten vor 57 Jahren gegen die SED-Diktatur. Sie forderten freie Wahlen, Meinungsfreiheit und ein geeintes Deutschland. Sowjetische Panzer schlugen den Aufstand blutig nieder. In Erinnerung an die mutigen Frauen und Männer, die sich nicht nur während dieses Aufstandes gegen die SED-Diktatur zur Wehr setzten und für demokratische Rechte und Freiheiten eintraten, richtete die Bundesstiftung Aufarbeitung eine Podiumsveranstaltung zum 17. Juni 1953 aus.
Veranstaltungsflyer (323 KB)
Veranstaltungsbericht (55 KB)
Über eine Million Menschen in 700 Orten der DDR demonstrierten vor 57 Jahren gegen die SED-Diktatur. Sie forderten freie Wahlen, Meinungsfreiheit und ein geeintes Deutschland. Sowjetische Panzer schlugen den Aufstand blutig nieder. In Erinnerung an die mutigen Frauen und Männer, die sich nicht nur während dieses Aufstandes gegen die SED-Diktatur zur Wehr setzten und für demokratische Rechte und Freiheiten eintraten, richtete die Bundesstiftung Aufarbeitung eine Podiumsveranstaltung zum 17. Juni 1953 aus.
Veranstaltungsflyer (323 KB)
Veranstaltungsbericht (55 KB)
Berlin, 10. Juni
AUS AKTUELLEM ANLASS:
AUS AKTUELLEM ANLASS:
Von Zwängen und Spielräumen in der SED-Diktatur
Podiumsgespräch
Die Tagung „Repression, Opposition und Widerstand an den Hochschulen der SBZ / DDR“ der FU Berlin am 20.-21. Mai 2010 hat, am Beispiel des künftigen Präsidenten der Humboldt-Universität zu Berlin, Prof. Dr. Jan-Hendrik Olbertz, eine Debatte über Zwänge und Spielräume von Wissenschaftlern in der DDR ausgelöst. Nicht zum ersten Mal seit 1990 geht es um Fragen von Anpassung, Mitmachen, Distanz, Verweigerung und Formen widerständigen Verhaltens in der SED-Diktatur und damit um die Bewertung von Biographien im vereinigten Deutschland.
Veranstaltungsnachlese mit Audio-/Videomitschnitt und Bildergalerie
Die Tagung „Repression, Opposition und Widerstand an den Hochschulen der SBZ / DDR“ der FU Berlin am 20.-21. Mai 2010 hat, am Beispiel des künftigen Präsidenten der Humboldt-Universität zu Berlin, Prof. Dr. Jan-Hendrik Olbertz, eine Debatte über Zwänge und Spielräume von Wissenschaftlern in der DDR ausgelöst. Nicht zum ersten Mal seit 1990 geht es um Fragen von Anpassung, Mitmachen, Distanz, Verweigerung und Formen widerständigen Verhaltens in der SED-Diktatur und damit um die Bewertung von Biographien im vereinigten Deutschland.
Veranstaltungsnachlese mit Audio-/Videomitschnitt und Bildergalerie
Berlin, 17. - 19. Mai
»Reise in ein fernes Land?« – Die DDR als Teil gesamtdeutscher Geschichte in der Bildungspraxis
Konferenz gemeinsam mit dem Bildungswerk der Humanistischen Union NRW e. V.
Mangel im Wissen über die DDR-Geschichte und schiefe Bewertungen werden häufig beklagt. Aus diesem Grund luden die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und das Bildungswerk der Humanistischen Union NRW e.V. vom 17. bis 19. Mai zur Tagung „Reise in ein fernes Land?“ – Die DDR als Teil gesamtdeutscher Geschichte in der Bildungspraxis“ ein. Die Tagung sollte die Einbettung der DDR-Geschichte in eine vergleichende Betrachtung der beiden deutschen Nachkriegsgeschichten unterstützen und dazu der Jugend- und Erwachsenbildung Ideen und Analysen liefern.
Veranstaltungsflyer (1,45 MB)
Veranstaltungsreihe (323 KB)
Mangel im Wissen über die DDR-Geschichte und schiefe Bewertungen werden häufig beklagt. Aus diesem Grund luden die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und das Bildungswerk der Humanistischen Union NRW e.V. vom 17. bis 19. Mai zur Tagung „Reise in ein fernes Land?“ – Die DDR als Teil gesamtdeutscher Geschichte in der Bildungspraxis“ ein. Die Tagung sollte die Einbettung der DDR-Geschichte in eine vergleichende Betrachtung der beiden deutschen Nachkriegsgeschichten unterstützen und dazu der Jugend- und Erwachsenbildung Ideen und Analysen liefern.
Veranstaltungsflyer (1,45 MB)
Veranstaltungsreihe (323 KB)
Berlin, 10. - 15. Mai
»Studienfahrt Albanien«
Nach den Studienfahrten der vergangenen Jahre, die in die Tschechische Republik, die Republik Polen, Russland, Ungarn, Rumänien und in die Ukraine führten, steht 2010 Albanien auf dem Programm. Die Studienfahrt führt zu Gedenkstätten, Archiven und Forschungsinstituten sowie zu Vertretern gesellschaftlicher Initiativen, die sich mit der vielschichtigen Vergangenheit in Albanien auseinandersetzen.
Veranstaltungsnachlese
Veranstaltungsnachlese

Berlin, 04. Mai
Die Gezeichneten. Gulag-Häftlinge nach der Entlassung
Buchpräsentation und Zeitzeugengespräch gemeinsam mit dem Metropol Verlag Berlin
Als sich nach Stalins Tod 1953 die Tore des sowjetischen Gulag-Systems öffneten, machte sich eine wahre Völkerschar ausgemergelter Überlebender auf den langen Rückweg in ihre Heimatländer. Die meisten Überlebenden mussten sich in den kommunistischen Diktaturen Ostmitteleuropas einrichten. Aus Deutschland in der Nachkriegszeit verschleppte Entlassene standen vor der Frage, ob sie in den Osten oder den Westen des geteilten Landes gehen sollten. Der Historiker Meinhard Stark hat mehr als einhundert ehemalige Lagerhäftlinge in Russland, Kasachstan, Polen, Litauen und Deutschland interviewt. Anhand ihrer Lebensschicksale zeigt Stark auf, wie das Leben dieser Menschen über Jahrzehnte von der Lagerhaft geprägt wurde. Im Osten waren sie von der Staatssicherheit akribisch registriert, überwacht und nicht selten erneut inhaftiert worden. Die Ergebnisse dieser Forschungsarbeit stellten der Metropol-Verlag und die Bundesstiftung Aufarbeitung am Dienstag, dem 4. Mai 2010, um 19 Uhr in der Bundesstiftung Aufarbeitung, Kronenstraße 5, 10117 Berlin vor. Mit Karl Heinz Vogeley und Lothar Scholz berichteten zwei Zeitzeugen von ihrem persönlichen Schicksal.
Veranstaltungsflyer (211 KB)
Als sich nach Stalins Tod 1953 die Tore des sowjetischen Gulag-Systems öffneten, machte sich eine wahre Völkerschar ausgemergelter Überlebender auf den langen Rückweg in ihre Heimatländer. Die meisten Überlebenden mussten sich in den kommunistischen Diktaturen Ostmitteleuropas einrichten. Aus Deutschland in der Nachkriegszeit verschleppte Entlassene standen vor der Frage, ob sie in den Osten oder den Westen des geteilten Landes gehen sollten. Der Historiker Meinhard Stark hat mehr als einhundert ehemalige Lagerhäftlinge in Russland, Kasachstan, Polen, Litauen und Deutschland interviewt. Anhand ihrer Lebensschicksale zeigt Stark auf, wie das Leben dieser Menschen über Jahrzehnte von der Lagerhaft geprägt wurde. Im Osten waren sie von der Staatssicherheit akribisch registriert, überwacht und nicht selten erneut inhaftiert worden. Die Ergebnisse dieser Forschungsarbeit stellten der Metropol-Verlag und die Bundesstiftung Aufarbeitung am Dienstag, dem 4. Mai 2010, um 19 Uhr in der Bundesstiftung Aufarbeitung, Kronenstraße 5, 10117 Berlin vor. Mit Karl Heinz Vogeley und Lothar Scholz berichteten zwei Zeitzeugen von ihrem persönlichen Schicksal.
Veranstaltungsflyer (211 KB)
1. Begrüßung
Dr. Anna Kaminsky
(mp3; 03:45min; 3,5 MB)
2. Begrüßung und Einführung (mp3; 03:45min; 3,5 MB)
Friedrich Veitl, Dr. Meinhard Stark,
(mp3; 29:05min; 27,3 MB)
3. Podiumsgespräch
(mp3; 29:05min; 27,3 MB)
(mp3; 23:19min; 21,8 MB)
Berlin, 29. - 30. April
Europa erinnert sich für die Zukunft
Konferenz
Die Gesellschaft zur Förderung der Kultur im erweiterten Europa e.V. lädt gemeinsam mit der Bundesstiftung Aufarbeitung der SED-Diktatur und dem Bundesministerium des Innern ein zu der Konferenz „Europa erinnert sich für die Zukunft“, die sich der Frage widmet, wie unser Geschichtsbewusstsein das Denken über Freiheit und Demokratie beeinflusst. An zwei Tagen kommen insgesamt 27 Europäer miteinander darüber ins Gespräch, wie der Übergang aus den Diktaturen in die Demokratie gelingt, ob es einen geschichtspolitischen Konsens in Europa gibt, ob die Errinnerung zum Prinzip der europäischen Gesellschaften im Osten und im Westen geworden ist, ob die Aufarbeitung 20 Jahre nach dem Ende der kommunistischen Diktatur als erfolgreich bezeichnet werden kann, wie es mit der Versöhnung heute in Europa steht, ob die europäische Demokratie attraktiv und übertragbar ist.
Ausführliche Informationen, das Tagungsprogramm sowie ein Anmeldeformular finden Sie unter dem nachfolgendem Link:
Tagungsprogramm und Anmeldemodalitäten (700 KB)
Die Gesellschaft zur Förderung der Kultur im erweiterten Europa e.V. lädt gemeinsam mit der Bundesstiftung Aufarbeitung der SED-Diktatur und dem Bundesministerium des Innern ein zu der Konferenz „Europa erinnert sich für die Zukunft“, die sich der Frage widmet, wie unser Geschichtsbewusstsein das Denken über Freiheit und Demokratie beeinflusst. An zwei Tagen kommen insgesamt 27 Europäer miteinander darüber ins Gespräch, wie der Übergang aus den Diktaturen in die Demokratie gelingt, ob es einen geschichtspolitischen Konsens in Europa gibt, ob die Errinnerung zum Prinzip der europäischen Gesellschaften im Osten und im Westen geworden ist, ob die Aufarbeitung 20 Jahre nach dem Ende der kommunistischen Diktatur als erfolgreich bezeichnet werden kann, wie es mit der Versöhnung heute in Europa steht, ob die europäische Demokratie attraktiv und übertragbar ist.
Ausführliche Informationen, das Tagungsprogramm sowie ein Anmeldeformular finden Sie unter dem nachfolgendem Link:
Tagungsprogramm und Anmeldemodalitäten (700 KB)

Berlin, 23.April
Demokratischer Aufbruch
Die Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Abendveranstaltung „Demokratischer Aufbruch. Von der Bürgerbewegung zur Parteiendemokratie in der DDR“ in der Geschäftsstelle der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur mit einem Grußwort eröffnet.
Merkel, die beim „Demokratischen Aufbruch“(DA) im Februar 1990 als Pressesprecherin ihr erstes politisches Amt annahm, würdigte „die Spontanität und den Mut der Bürgerrechtsbewegung seit dem Sommer 1989: Freiheit zu gestalten war nicht so einfach wie heute, es war mit großen Risiken verbunden… Ein ganz herzliches Dankeschön an alle, die sich damals getraut haben, neue Wege zu gehen!“ Die Bundeskanzlerin erinnert sich an ihre Zeit beim DA als „von unendlicher Leidenschaft und Spontanität geprägte, sehr intensive Monate und an einen wilden Vereinigungsparteitag“ mit der CDU. Merkel dankte der Bundesstiftung Aufarbeitung: „Die Arbeit der Bundesstiftung Aufarbeitung finde ich unglaublich wichtig, denn sie steht für eine lebendige und vielfältige Auseinandersetzung mit der Diktatur und ihren Folgen für das vereinigte Deutschland.“
Veranstaltungsnachlese
Merkel, die beim „Demokratischen Aufbruch“(DA) im Februar 1990 als Pressesprecherin ihr erstes politisches Amt annahm, würdigte „die Spontanität und den Mut der Bürgerrechtsbewegung seit dem Sommer 1989: Freiheit zu gestalten war nicht so einfach wie heute, es war mit großen Risiken verbunden… Ein ganz herzliches Dankeschön an alle, die sich damals getraut haben, neue Wege zu gehen!“ Die Bundeskanzlerin erinnert sich an ihre Zeit beim DA als „von unendlicher Leidenschaft und Spontanität geprägte, sehr intensive Monate und an einen wilden Vereinigungsparteitag“ mit der CDU. Merkel dankte der Bundesstiftung Aufarbeitung: „Die Arbeit der Bundesstiftung Aufarbeitung finde ich unglaublich wichtig, denn sie steht für eine lebendige und vielfältige Auseinandersetzung mit der Diktatur und ihren Folgen für das vereinigte Deutschland.“
Veranstaltungsnachlese
Berlin, 22.April
Die Wiederauferstehung der Berliner Mauer als ein Ort des Erinnerns Vortrag von Professor Dr. Hope Harrison
Eine gemeinsame Veranstaltung der Gedenkstätte Berliner Mauer und der Bundesstiftung Aufarbeitung
1989-1990 lautete der einhellige Ruf „Die Mauer muss weg“. In den letzten Jahren hat sich das geändert. Inzwischen wird immer häufiger die Forderung laut, Reste der Mauer in der Stadt sichtbar zu machen. Die Mauer, mit ihrer Geschichte und ihren Opfern, soll in Berlin nicht in Vergessenheit geraten. Warum hat sich die Sicht zum Thema Mauer so verändert? Welches Bild von der Mauer existiert heute in Berlin? Sind die wenigen noch vorhandenen Mauerreste, Erinnerungstafeln und die Informationen in Gedenkstätten ausreichend? Der Vortrag beschäftigte sich mit diesen Fragen aus der Sicht einer amerikanischen Historikerin, die sich seit über 20 Jahren mit der deutsch-deutschen Geschichte und der Mauer befasst. In ihrem ersten Buch hat Hope Harrison die politischen Entscheidungen von Walter Ulbricht und Nikita Chruschtschow, die zum Bau der Mauer führten, umfassend analysiert. Aus der immensen Fülle von Akten in Moskau und Berlin geht hervor, dass Ulbricht die treibende Kraft beim Mauerbau war. (Driving the Soviets Up the Wall: Soviet-East German Relations, 1953-1961, Princeton, 2003; Das Buch wird 2011 bei Propylaen/Ullstein auf deutsch unter dem Titel, “Ulbrichts Mauer,” erscheinen). Derzeit schreibt Hope Harrison an einem neuen Buch über die deutschen Debatten der letzten 20 Jahre, ob und in welcher Weise an die Mauer erinnert werden soll. Frau Dr. Prof. Hope M. Harrison unterrichtet Geschichte und Internationale Beziehungen an der George Washington Universität in Washington, D.C. und ist zur Zeit eine Fulbright Gastforscherin bei der Bundesstiftung für die Aufarbeitung der SED-Diktatur.
Einladung (150 KB)
1989-1990 lautete der einhellige Ruf „Die Mauer muss weg“. In den letzten Jahren hat sich das geändert. Inzwischen wird immer häufiger die Forderung laut, Reste der Mauer in der Stadt sichtbar zu machen. Die Mauer, mit ihrer Geschichte und ihren Opfern, soll in Berlin nicht in Vergessenheit geraten. Warum hat sich die Sicht zum Thema Mauer so verändert? Welches Bild von der Mauer existiert heute in Berlin? Sind die wenigen noch vorhandenen Mauerreste, Erinnerungstafeln und die Informationen in Gedenkstätten ausreichend? Der Vortrag beschäftigte sich mit diesen Fragen aus der Sicht einer amerikanischen Historikerin, die sich seit über 20 Jahren mit der deutsch-deutschen Geschichte und der Mauer befasst. In ihrem ersten Buch hat Hope Harrison die politischen Entscheidungen von Walter Ulbricht und Nikita Chruschtschow, die zum Bau der Mauer führten, umfassend analysiert. Aus der immensen Fülle von Akten in Moskau und Berlin geht hervor, dass Ulbricht die treibende Kraft beim Mauerbau war. (Driving the Soviets Up the Wall: Soviet-East German Relations, 1953-1961, Princeton, 2003; Das Buch wird 2011 bei Propylaen/Ullstein auf deutsch unter dem Titel, “Ulbrichts Mauer,” erscheinen). Derzeit schreibt Hope Harrison an einem neuen Buch über die deutschen Debatten der letzten 20 Jahre, ob und in welcher Weise an die Mauer erinnert werden soll. Frau Dr. Prof. Hope M. Harrison unterrichtet Geschichte und Internationale Beziehungen an der George Washington Universität in Washington, D.C. und ist zur Zeit eine Fulbright Gastforscherin bei der Bundesstiftung für die Aufarbeitung der SED-Diktatur.
Einladung (150 KB)

Berlin, 19. April
Tagungsprogramm und Anmeldemodalitäten (1,1 MB)
50 Jahre Zwangskollektivierung der Landwirtschaft in Ostdeutschland
Die Folgen der kommunistischen Agrarpolitik als eine aktuelle Herausforderung
Gemeinsame Fachtagung der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft e.V., der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur sowie der Landesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR und für die Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur
Anfang 1960 rollte unter der Bezeichnung „Sozialistischer Frühling auf dem Lande“ die finale Zwangskollektivierung als eine beispiellose, von Stasi, Volkspolizei und tausenden „Agitatoren“ getragene Repressionswelle von Nord nach Süd durch die DDR. Der Entzug der Verfügungsrechte über Boden, Gebäude und Inventar kam einer faktischen Enteignung gleich. Insgesamt wurden über 850.000 bäuerliche Familienbetriebe in LPG überführt. Die Tagung ging mit Vorträgen, Zeitzeugengesprächen und einer Podiumsdiskussion der Geschichte der Zwangskollektivierung in der DDR ebenso nach wie ihren wirtschaftlichen, sozialen, landschaftlichen und kulturellen Folgen, die bis in die Gegenwart reichen.
Anfang 1960 rollte unter der Bezeichnung „Sozialistischer Frühling auf dem Lande“ die finale Zwangskollektivierung als eine beispiellose, von Stasi, Volkspolizei und tausenden „Agitatoren“ getragene Repressionswelle von Nord nach Süd durch die DDR. Der Entzug der Verfügungsrechte über Boden, Gebäude und Inventar kam einer faktischen Enteignung gleich. Insgesamt wurden über 850.000 bäuerliche Familienbetriebe in LPG überführt. Die Tagung ging mit Vorträgen, Zeitzeugengesprächen und einer Podiumsdiskussion der Geschichte der Zwangskollektivierung in der DDR ebenso nach wie ihren wirtschaftlichen, sozialen, landschaftlichen und kulturellen Folgen, die bis in die Gegenwart reichen.
Tagungsprogramm und Anmeldemodalitäten (1,1 MB)
1. Begrüßung
Dr. Robert Grünbaum
(mp3; 05:37min; 5,3 MB)
2. Begrüßung(mp3; 05:37min; 5,3 MB)
Friedrich-Wilhelm Graefe zu Baringdorf
(mp3; 07:16min; 6,8 MB)
3. Begrüßung
Michael Beleites
(mp3; 05:33min; 5,2 MB)
(mp3; 05:33min; 5,2 MB)
4. Vortrag Dr. Jens Schöne
(mp3; 21:11min; 19,9 MB)
5. Vortrag Dr. Falco Werkentin
(mp3; 27:09min; 25,5 MB)
6. Abschlusspodium
(mp3; 43:01min; 40,3 MB)
Neustrelitz, 16. -18.April
20 Jahre nach dem Ende der deutschen Teilung widmete sich die Konferenz dem Weg von der Friedlichen Revolution zur Deutschen Einheit. Expertinnen und Experten diskutierten in Vorträgen und Gesprächsrunden gemeinsam mit Vertretern von Verfolgtenverbänden und Aufarbeitungsinitiativen über die Bedeutung und die Auswirkungen dieser wichtigen historischen Zäsur, die Erinnerungskultur in vereinigten Deutschland sowie die europäische Dimension des Einigungsprozesses.
14. Bundesweiter Kongress der Landesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen und der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
Konferenz20 Jahre nach dem Ende der deutschen Teilung widmete sich die Konferenz dem Weg von der Friedlichen Revolution zur Deutschen Einheit. Expertinnen und Experten diskutierten in Vorträgen und Gesprächsrunden gemeinsam mit Vertretern von Verfolgtenverbänden und Aufarbeitungsinitiativen über die Bedeutung und die Auswirkungen dieser wichtigen historischen Zäsur, die Erinnerungskultur in vereinigten Deutschland sowie die europäische Dimension des Einigungsprozesses.

Berlin, 09.-10. April
»Der Kommunismus in Westeuropa in der Nachkriegszeit.«
Tagung und Buchpräsentation
Am 9. und 10. April fand in den Räumlichkeiten der Bundesstiftung Aufarbeitung die Tagung „Die Beziehungen zwischen der SED und den kommunistischen Parteien in West- und Südeuropa von 1968 bis 1989“ statt. Die Tagung wurde ausgerichtet von Prof. Dr. Arnd Bauerkämper vom Berliner Kolleg für Vergleichende Geschichte Europas, Dr. Francesco di Palma und vom Jahrbuch für Historische Kommunismusforschung, dessen Ausgabe 2010 im Rahmen der Tagung vorgestellt wird. Letzteres geschah am Freitag, dem 9. April um 17:30 Uhr, vor dem öffentlichen Vortrag von Manfred Steinkühler „Die SED und die italienischen Eurokommunisten. Rückblick eines Generalkonsuls“.
Tagungsprogramm (57 KB)
Am 9. und 10. April fand in den Räumlichkeiten der Bundesstiftung Aufarbeitung die Tagung „Die Beziehungen zwischen der SED und den kommunistischen Parteien in West- und Südeuropa von 1968 bis 1989“ statt. Die Tagung wurde ausgerichtet von Prof. Dr. Arnd Bauerkämper vom Berliner Kolleg für Vergleichende Geschichte Europas, Dr. Francesco di Palma und vom Jahrbuch für Historische Kommunismusforschung, dessen Ausgabe 2010 im Rahmen der Tagung vorgestellt wird. Letzteres geschah am Freitag, dem 9. April um 17:30 Uhr, vor dem öffentlichen Vortrag von Manfred Steinkühler „Die SED und die italienischen Eurokommunisten. Rückblick eines Generalkonsuls“.
Tagungsprogramm (57 KB)
Grodziszcze (Polen), 24.–27. März
»8. Internationales Gedenkstättentreffen Kreisau«
Die europäische Nachkriegsentwicklung in Ost- und Westeuropa – 65 Jahre Kriegsende zwischen Siegeswahrnehmung, Befreiung, Besetzung und Unterjochung
Gemeinsam mit der Gedenkstätte Kreisau, Evangelische Akademie Berlin, Gedenkstätte Deutscher Widerstand
Im Mittelpunkt der internationalen Gedenkstättentreffen in Kreisau stehen die verschiedenen Wahrnehmungen und Deutungen der Vergangenheit in einstmals kommunistisch beherrschten Staaten Europas in einer gesamteuropäischen Perspektive. Wie werden geschichtspolitische Auseinandersetzungen in einzelnen Ländern und an konkreten Institutionen geführt und wie werden diese von »außen« wahrgenommen und interpretiert. Institutionen aus verschiedenen Ländern stellten ihre Konzepte zur Vermittlung von Geschichtsbildern und Reaktionen darauf vor. Thema der Tagung in diesem Jahr war der Umgang mit totalitären Erfahrungen 65 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs.
Programm (180 KB) Anmeldeformuar (20 KB)
Tagungsbericht.
Im Mittelpunkt der internationalen Gedenkstättentreffen in Kreisau stehen die verschiedenen Wahrnehmungen und Deutungen der Vergangenheit in einstmals kommunistisch beherrschten Staaten Europas in einer gesamteuropäischen Perspektive. Wie werden geschichtspolitische Auseinandersetzungen in einzelnen Ländern und an konkreten Institutionen geführt und wie werden diese von »außen« wahrgenommen und interpretiert. Institutionen aus verschiedenen Ländern stellten ihre Konzepte zur Vermittlung von Geschichtsbildern und Reaktionen darauf vor. Thema der Tagung in diesem Jahr war der Umgang mit totalitären Erfahrungen 65 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs.
Programm (180 KB) Anmeldeformuar (20 KB)
Tagungsbericht.
Berlin, 19. -20. März
»Doktorandenwerkstatt der Bundesstiftung Aufarbeitung«
Mit ihrem Stipendienprogramm regt die Bundesstiftung Aufarbeitung den wissenschaftlichen Nachwuchs dazu an, sich der Geschichte der SBZ und DDR, der deutschen Teilung und deren Überwindung im Rahmen von Promotionen anzunehmen. Die Bundesstiftung Aufarbeitung hat seit 2001 mehr als 80 junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in ihre Förderung aufgenommen. In der jährlichen Doktorandenwerkstatt stellen die von der Bundesstiftung Aufarbeitung geförderten Stipendiatinnen und Stipendiaten ihre Projekte zur Diskussion.
Köln, 16. -20. März
»Didacta – Die Bildungsmesse«
Die Bundesstiftung Aufarbeitung präsentierte sich auf Europas größter Bildungsmesse in Köln. Mehr als 700 Aussteller waren auf der Fachmesse vertreten. Die Bundesstiftung zeigte ihre erarbeiteten und geförderten Unterrichtsmaterialien und präsentierte didaktische Begleitmaterialien, die Lehrerinnen und Lehrer zur Vorbereitung von Unterrichtsstunden, Projekttagen oder -wochen zur deutschen Teilungsgeschichte nutzen können.
Berlin, 16. März
»Die letzten sechs Monate der DDR«
Filmvorführung und Podiumsgespräch
Die Dokumentation schildert einen der spannendsten Abschnitte der jüngeren deutschen Zeitgeschichte aus der Sicht der damals politisch Verantwortlichen und Akteure. Sie orientiert sich dabei an den wichtigsten Entscheidungen und Ereignissen in den sechs Monaten des Jahres 1990, in denen der Grundstein für die Einheit Deutschlands gelegt wurde. Ausgangspunkt ist der 18. März 1990, an dem die erste und einzige freie Wahl zur DDRVolkskammer stattfand. Erzählt wird aus der individuellen Sicht der Minister, der Staatssekretäre, der Oppositionsführer und ihrer politischen Berater und Sprecher. Im Fokus stehen die damaligen Motivationen und der private Lebensweg der Einzelnen in den Monaten des Umbruchs.
Veranstaltungsflyer (120 KB) Veranstaltungsbericht (116 KB)
Die Dokumentation schildert einen der spannendsten Abschnitte der jüngeren deutschen Zeitgeschichte aus der Sicht der damals politisch Verantwortlichen und Akteure. Sie orientiert sich dabei an den wichtigsten Entscheidungen und Ereignissen in den sechs Monaten des Jahres 1990, in denen der Grundstein für die Einheit Deutschlands gelegt wurde. Ausgangspunkt ist der 18. März 1990, an dem die erste und einzige freie Wahl zur DDRVolkskammer stattfand. Erzählt wird aus der individuellen Sicht der Minister, der Staatssekretäre, der Oppositionsführer und ihrer politischen Berater und Sprecher. Im Fokus stehen die damaligen Motivationen und der private Lebensweg der Einzelnen in den Monaten des Umbruchs.
Veranstaltungsflyer (120 KB) Veranstaltungsbericht (116 KB)
1. Begrüßung
Dr. Anna Kaminsky
(mp3; 07:25min; 7,0 MB)
2. Podiumsgespräch
(mp3; 07:25min; 7,0 MB)
(mp3; 08:28min; 8,0 MB)
3. Teil 2
(mp3; 10:53min; 10,2 MB)
Berlin, 11. März
»Festveranstaltung zum 100. Geburtstag von Robert Havemann«
Tagung und Festveranstaltung gemeinsam mit der Robert-Havemann-Gesellschaft
Wie kaum eine andere historische Persönlichkeit verbindet Robert Havemann mit seiner Biographie die Geschichte der beiden Diktaturen in Deutschland. Nach seinem Bruch mit dem Stalinismus hatte der Physiker mit seinen Schriften und Wortmeldungen ab Mitte der 60er Jahre die DDR-Opposition wesentlich geprägt. Aus Anlass seines 100. Geburtstags luden die Robert-Havemann-Gesellschaft und die Bundesstiftung Aufarbeitung gemeinsam zu einer Tagung und Festveranstaltung ein, in der Wissenschaftler und Zeitzeugen an diese herausragende Person der Zeitgeschichte erinnerten. Im Rahmen der Veranstaltung wurde zugleich ein umfänglicher Sammelband zur Person Havemanns vorgestellt.
Veranstaltungsbericht (216 KB) Veranstaltungsbericht (216 KB)
Wie kaum eine andere historische Persönlichkeit verbindet Robert Havemann mit seiner Biographie die Geschichte der beiden Diktaturen in Deutschland. Nach seinem Bruch mit dem Stalinismus hatte der Physiker mit seinen Schriften und Wortmeldungen ab Mitte der 60er Jahre die DDR-Opposition wesentlich geprägt. Aus Anlass seines 100. Geburtstags luden die Robert-Havemann-Gesellschaft und die Bundesstiftung Aufarbeitung gemeinsam zu einer Tagung und Festveranstaltung ein, in der Wissenschaftler und Zeitzeugen an diese herausragende Person der Zeitgeschichte erinnerten. Im Rahmen der Veranstaltung wurde zugleich ein umfänglicher Sammelband zur Person Havemanns vorgestellt.
Veranstaltungsbericht (216 KB) Veranstaltungsbericht (216 KB)
Berlin, 10.-12. März
»Der Weg zur Deutschen Einheit – Mythen und Legenden«
Konferenz gemeinsam mit dem Berliner Landesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen und der Deutschen Gesellschaft e. V.
20 Jahre nach der Friedlichen Revolution und der deutschen Vereinigung ging die Tagung dem Weg in die Deutsche Einheit nach. Wissenschaftler, Zeitzeugen und Politiker debattierten verschiedene Mythen und Legenden aus den Bereichen Wirtschafts-, Innen- und Außenpolitik, die sich heute um den Prozess der deutschen Wiedervereinigung ranken. In den Blick genommen wurden beispielsweise die Diskussion um eine neue Verfassung, die wirtschaftliche Situation der DDR 1989 / 90 sowie die Aktivitäten der Treuhandanstalt bei der Umgestaltung der DDR-Wirtschaft oder die Möglichkeiten eines innen- und außenpolitischen Dritten Weges für die weitere Entwicklung.
Programm (164 KB) Anmeldung (120 KB)
20 Jahre nach der Friedlichen Revolution und der deutschen Vereinigung ging die Tagung dem Weg in die Deutsche Einheit nach. Wissenschaftler, Zeitzeugen und Politiker debattierten verschiedene Mythen und Legenden aus den Bereichen Wirtschafts-, Innen- und Außenpolitik, die sich heute um den Prozess der deutschen Wiedervereinigung ranken. In den Blick genommen wurden beispielsweise die Diskussion um eine neue Verfassung, die wirtschaftliche Situation der DDR 1989 / 90 sowie die Aktivitäten der Treuhandanstalt bei der Umgestaltung der DDR-Wirtschaft oder die Möglichkeiten eines innen- und außenpolitischen Dritten Weges für die weitere Entwicklung.
Programm (164 KB) Anmeldung (120 KB)
1. Begrüßung
Dr. Michael Schneider
(mp3; 04:47min; 4,4 MB)
2. Begrüßung
(mp3; 04:47min; 4,4 MB)
Dr. Andreas H. Apelt
(mp3; 05:37min; 5,2 MB)
3. Einführung
(mp3; 05:37min; 5,2 MB)
Prof. Dr. Dr. h. c. Gerhard A. Ritter
(mp3; 26:36min; 25,0 MB)
(mp3; 26:36min; 25,0 MB)
4. Podiumsdiskussion
(mp3; 25:24min; 23,8 MB)
5. Teil 2
(mp3; 17:24min; 16,3 MB)
6. Teil 3
(mp3; 38:55min; 36,5 MB)
Berlin, 08. März
»Frauen im Widerstand gegen die kommunistischen Diktaturen«
Filmvorführung und Podiumsgespräch
Anlässlich des »Tags der Vereinten Nationen für die Rechte der Frau und den Weltfrieden« widmete die Bundesstiftung Aufarbeitung eine Gedenkveranstaltung dem Schicksal von Frauen, die wegen ihres Eintretens für demokratische Rechte und Freiheiten zu Opfern politischer Verfolgung in der SBZ und DDR wurden.
Veranstaltungsflyer (747 KB) Veranstaltungsbericht (202 KB)
Die Veranstaltung wurde im RBB Kulturradio in der Sendung „Zeitpunkte“ am Ostersamstag, 3. April 2010 von 17:04-18:00 Uhr ausgestrahlt.
Anlässlich des »Tags der Vereinten Nationen für die Rechte der Frau und den Weltfrieden« widmete die Bundesstiftung Aufarbeitung eine Gedenkveranstaltung dem Schicksal von Frauen, die wegen ihres Eintretens für demokratische Rechte und Freiheiten zu Opfern politischer Verfolgung in der SBZ und DDR wurden.
Veranstaltungsflyer (747 KB) Veranstaltungsbericht (202 KB)
Die Veranstaltung wurde im RBB Kulturradio in der Sendung „Zeitpunkte“ am Ostersamstag, 3. April 2010 von 17:04-18:00 Uhr ausgestrahlt.
1. Begrüßung
Dr. Anna Kaminsky
(mp3; 04:07min; 2,9 MB)
2. Podiumsgespräch
(mp3; 04:07min; 2,9 MB)
(mp3; 13:28min; 9,5 MB)
3. Teil 2
(mp3; 11:02min; 7,7 MB)
Suhl, 25.-27. Februar
»Geschichtsmesse: 20 Jahre Deutsche Einheit in Europa«
Konferenz
Die »Geschichtsmesse: 20 Jahre Deutsche Einheit in Europa«, eine Veranstaltung der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, fand zum dritten Mal wieder buchstäblich mitten in Deutschland – in Suhl – statt. Die dreitägige Veranstaltung bot »Anbietern« und »Abnehmern« der historisch-politischen Bildungsarbeit die Gelegenheit, sich einen Überblick über die aktuellen Angebote zum Thema zu verschaffen. Sie diente als Informationsbörse ebenso wie als Diskussions- und Vernetzungsforum. Die Teilnehmer erhielten die Möglichkeit, in Workshops eigene Initiativen und Projekte zu präsentieren. Zusätzlich konnten Institutionen ihre Arbeit auf dem »Markt der Möglichkeiten« vorstellen. Weitere Informationen und eine Nachlese unter www.geschichtsmesse.de.
Die »Geschichtsmesse: 20 Jahre Deutsche Einheit in Europa«, eine Veranstaltung der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, fand zum dritten Mal wieder buchstäblich mitten in Deutschland – in Suhl – statt. Die dreitägige Veranstaltung bot »Anbietern« und »Abnehmern« der historisch-politischen Bildungsarbeit die Gelegenheit, sich einen Überblick über die aktuellen Angebote zum Thema zu verschaffen. Sie diente als Informationsbörse ebenso wie als Diskussions- und Vernetzungsforum. Die Teilnehmer erhielten die Möglichkeit, in Workshops eigene Initiativen und Projekte zu präsentieren. Zusätzlich konnten Institutionen ihre Arbeit auf dem »Markt der Möglichkeiten« vorstellen. Weitere Informationen und eine Nachlese unter www.geschichtsmesse.de.
Osno Lubuskie (Polen), 05.-06. Februar
»Aufbruch ’89. Interdisziplinäre Perspektiven auf 20 Jahre Gesellschaftstransformation«
Doktoranden-Workshop gemeinsam mit FIT – Frankfurter Institut für Transformationsstudien
Der Workshop richtete sich an Doktorandinnen und Doktoranden, die sich mit Fragen der DDR- und Teilungsgeschichte sowie mit Problemen der postsozialistischen Gesellschaftstransformation in Ost(mittel)-europa seit 1989 / 90 befassen. Gemeinsam mit Stipendiatinnen und Stipendiaten des Stipendienprogramms »Aufbruch ’89« konnten die Nachwuchswissenschaftler ihre Forschungsvorhaben zur Diskussion stellen.
Veranstaltungsbericht (268 KB)
Der Workshop richtete sich an Doktorandinnen und Doktoranden, die sich mit Fragen der DDR- und Teilungsgeschichte sowie mit Problemen der postsozialistischen Gesellschaftstransformation in Ost(mittel)-europa seit 1989 / 90 befassen. Gemeinsam mit Stipendiatinnen und Stipendiaten des Stipendienprogramms »Aufbruch ’89« konnten die Nachwuchswissenschaftler ihre Forschungsvorhaben zur Diskussion stellen.
Veranstaltungsbericht (268 KB)
Berlin, 28. Januar
»Das weiße Haus in Ost-Berlin – Die Ständige Vertretung der Bundesrepublik bei der DDR«
Buchpräsentation mit Jacqueline Boysen
Mit der neuen Ostpolitik von Willy Brandt ließen die beiden deutschen Staaten Anfang der 1970er Jahre erstmals zu, dass der jeweils andere Staat auf ihrem Territorium eine offizielle Vertretung einrichtete. Zwar waren dies keine richtigen Botschaften, aber Einrichtungen, die sich um die Belange hilfesuchender Bürger aus beiden Staaten, um Häftlinge in den Gefängnissen der DDR, um Politikerreisen, die Journalistenbetreuung oder den Kulturaustausch kümmerten. Die praktischen Alltagsfragen reichten vom grenzüberschreitenden Erbschafts- oder Vormundschaftsfall bis hin zu entflogenen Papageien oder Fundsachen aus den Transitzügen. Immer wieder versuchten auch Flüchtlinge über die ständige Vertretung der Bundesrepublik in Ost-Berlin ihre Ausreise zu erzwingen. Jacqueline Boysen rekonstruiert in ihrem neuen Buch die Geschichte dieser ganz besonderen diplomatischen Vertretung anhand von Zeitzeugengesprächen und Archivmaterialien aus dem Auswärtigen Amt, dem Kanzleramt und dem Bundesarchiv sowie aus den Hinterlassenschaften des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR.
Veranstaltungsflyer (504 KB) Veranstaltungsbericht (90 KB)
Mit der neuen Ostpolitik von Willy Brandt ließen die beiden deutschen Staaten Anfang der 1970er Jahre erstmals zu, dass der jeweils andere Staat auf ihrem Territorium eine offizielle Vertretung einrichtete. Zwar waren dies keine richtigen Botschaften, aber Einrichtungen, die sich um die Belange hilfesuchender Bürger aus beiden Staaten, um Häftlinge in den Gefängnissen der DDR, um Politikerreisen, die Journalistenbetreuung oder den Kulturaustausch kümmerten. Die praktischen Alltagsfragen reichten vom grenzüberschreitenden Erbschafts- oder Vormundschaftsfall bis hin zu entflogenen Papageien oder Fundsachen aus den Transitzügen. Immer wieder versuchten auch Flüchtlinge über die ständige Vertretung der Bundesrepublik in Ost-Berlin ihre Ausreise zu erzwingen. Jacqueline Boysen rekonstruiert in ihrem neuen Buch die Geschichte dieser ganz besonderen diplomatischen Vertretung anhand von Zeitzeugengesprächen und Archivmaterialien aus dem Auswärtigen Amt, dem Kanzleramt und dem Bundesarchiv sowie aus den Hinterlassenschaften des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR.
Veranstaltungsflyer (504 KB) Veranstaltungsbericht (90 KB)
Berlin, 05.–27. Januar
»Die heile Welt der Diktatur? Herrschaft und Alltag in der DDR«
Ausstellung gemeinsam mit dem Magazin stern - Lichthof im
Auswärtigen Amt
Mit wachsendem zeitlichen Abstand verklärt sich für viele Ostdeutsche der Blick auf die DDR-Wirklichkeit. Gleichzeitig fällt es jungen Menschen ebenso wie Westdeutschen schwer, sich ein Bild vom Alltag in der DDR zu machen. Mit der Ausstellung »Die heile Welt der Diktatur? Herrschaft und Alltag in der DDR« geben der stern Fotograf Harald Schmitt und der Historiker und Publizist Stefan Wolle Einblicke in eine durchherrschte Gesellschaft. Harald Schmitt war sechs Jahre akkreditierter Journalist des Hamburger Magazins in der DDR. Stefan Wolle hat das Standardwerk zu Alltag und Politik in der Ära Honecker geschrieben. Die Ausstellung wird von der Bundesstiftung Aufarbeitung gegen eine Schutzgebühr für Zwecke der historisch-politischen Bildungsarbeit in Form von 20 DIN A 1 Plakaten bundesweit zur Verfügung gestellt.
Nähere Informationen finden Sie hier.
Mit wachsendem zeitlichen Abstand verklärt sich für viele Ostdeutsche der Blick auf die DDR-Wirklichkeit. Gleichzeitig fällt es jungen Menschen ebenso wie Westdeutschen schwer, sich ein Bild vom Alltag in der DDR zu machen. Mit der Ausstellung »Die heile Welt der Diktatur? Herrschaft und Alltag in der DDR« geben der stern Fotograf Harald Schmitt und der Historiker und Publizist Stefan Wolle Einblicke in eine durchherrschte Gesellschaft. Harald Schmitt war sechs Jahre akkreditierter Journalist des Hamburger Magazins in der DDR. Stefan Wolle hat das Standardwerk zu Alltag und Politik in der Ära Honecker geschrieben. Die Ausstellung wird von der Bundesstiftung Aufarbeitung gegen eine Schutzgebühr für Zwecke der historisch-politischen Bildungsarbeit in Form von 20 DIN A 1 Plakaten bundesweit zur Verfügung gestellt.
Nähere Informationen finden Sie hier.
Berlin, 15. Januar
»Staats-Sicherheiten«
Berliner Erstaufführung des Theaterstücks aus Anlass des 20. Jahrestages der Erstürmung der Stasi-Zentrale in Berlin. Gemeinsam mit der Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen
Mit der Aufführung von »Staatssicherheiten« des Potsdamer Hans-Otto-Theaters wurden an diesem Jahrestag der Erstürmung der Berliner Stasi-Zentrale die Betroffenen in den Mittelpunkt gestellt: 15 ehemalige Häftlinge aus den Stasi-Gefängnissen Berlin-Hohenschönhausen und Potsdam-Lindenstraße kamen zu Wort und schilderten ihre traumatischen Erlebnisse, berichteten von Verhaftung, Verhören, von ihren Schmerzen und Überlebensstrategien. Unter der Regie von Clemens Bechtel und nach einem Konzept von Lea Rosh und Renate Kreibich-Fischer schilderten die Häftlinge ihre Erfahrungen vor, während und nach der Haft. Sie erzählten von Spitzeln, Vernehmern und von falschen Freunden. Sie erinnerten sich an Unterdrückungsmechanismen und an Überlebensstrategien. Nicht selten haben die Betroffenen biographische Brüche hinnehmen müssen, die sie für ihr weiteres Leben entscheidend beeinflussten. Daneben macht »Staats-Sicherheiten« deutlich, wie heute, zwanzig Jahre nach der Friedlichen Revolution, mit diesem Aspekt deutscher Diktaturgeschichte umgegangen wird.
Mit der Aufführung von »Staatssicherheiten« des Potsdamer Hans-Otto-Theaters wurden an diesem Jahrestag der Erstürmung der Berliner Stasi-Zentrale die Betroffenen in den Mittelpunkt gestellt: 15 ehemalige Häftlinge aus den Stasi-Gefängnissen Berlin-Hohenschönhausen und Potsdam-Lindenstraße kamen zu Wort und schilderten ihre traumatischen Erlebnisse, berichteten von Verhaftung, Verhören, von ihren Schmerzen und Überlebensstrategien. Unter der Regie von Clemens Bechtel und nach einem Konzept von Lea Rosh und Renate Kreibich-Fischer schilderten die Häftlinge ihre Erfahrungen vor, während und nach der Haft. Sie erzählten von Spitzeln, Vernehmern und von falschen Freunden. Sie erinnerten sich an Unterdrückungsmechanismen und an Überlebensstrategien. Nicht selten haben die Betroffenen biographische Brüche hinnehmen müssen, die sie für ihr weiteres Leben entscheidend beeinflussten. Daneben macht »Staats-Sicherheiten« deutlich, wie heute, zwanzig Jahre nach der Friedlichen Revolution, mit diesem Aspekt deutscher Diktaturgeschichte umgegangen wird.

