Veranstaltungsnachlese 2010
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Im Nachgang zu unseren Veranstaltungen stellen wir Ihnen hier unterschiedliche Materialien und weiterführende Informationen zur Verfügung. Die Veranstaltungs-Mitschnitte liegen als mp3-Dateien vor und können heruntergeladen werden (Rechtsclick + speichern) oder direkt im Browser über eine installierte Erweiterung (Plugin) abgespielt werden.
Veranstaltungsnachlesen der Jahre: 2009 2008 2007 2006 2005 2004 2003
Berlin, 08. März
»Frauen im Widerstand gegen die kommunistischen Diktaturen«
Filmvorführung und Podiumsgespräch
Anlässlich des »Tags der Vereinten Nationen für die Rechte der Frau und den Weltfrieden« widmete die Bundesstiftung Aufarbeitung eine Gedenkveranstaltung dem Schicksal von Frauen, die wegen ihres Eintretens für demokratische Rechte und Freiheiten zu Opfern politischer Verfolgung in der SBZ und DDR wurden.
Veranstaltungsflyer (747 KB)
Veranstaltungsbericht (202 KB)
Die Veranstaltung wird im RBB Kulturradio in der Sendung „Zeitpunkte“ am Ostersamstag, 3. April 2010 von 17:04-18:00 Uhr ausgestrahlt.
Kulturradio - Zeitpunkte.
Anlässlich des »Tags der Vereinten Nationen für die Rechte der Frau und den Weltfrieden« widmete die Bundesstiftung Aufarbeitung eine Gedenkveranstaltung dem Schicksal von Frauen, die wegen ihres Eintretens für demokratische Rechte und Freiheiten zu Opfern politischer Verfolgung in der SBZ und DDR wurden.
Veranstaltungsflyer (747 KB)
Veranstaltungsbericht (202 KB)
Die Veranstaltung wird im RBB Kulturradio in der Sendung „Zeitpunkte“ am Ostersamstag, 3. April 2010 von 17:04-18:00 Uhr ausgestrahlt.
Kulturradio - Zeitpunkte.
Suhl, 25.-27. Februar
»Geschichtsmesse: 20 Jahre Deutsche Einheit in Europa«
Konferenz
Die »Geschichtsmesse: 20 Jahre Deutsche Einheit in Europa«, eine Veranstaltung der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, fand zum dritten Mal wieder buchstäblich mitten in Deutschland – in Suhl – statt. Die dreitägige Veranstaltung bot »Anbietern« und »Abnehmern« der historisch-politischen Bildungsarbeit die Gelegenheit, sich einen Überblick über die aktuellen Angebote zum Thema zu verschaffen. Sie diente als Informationsbörse ebenso wie als Diskussions- und Vernetzungsforum. Die Teilnehmer erhielten die Möglichkeit, in Workshops eigene Initiativen und Projekte zu präsentieren. Zusätzlich konnten Institutionen ihre Arbeit auf dem »Markt der Möglichkeiten« vorstellen. Weitere Informationen und eine Nachlese unter www.geschichtsmesse.de.
Die »Geschichtsmesse: 20 Jahre Deutsche Einheit in Europa«, eine Veranstaltung der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, fand zum dritten Mal wieder buchstäblich mitten in Deutschland – in Suhl – statt. Die dreitägige Veranstaltung bot »Anbietern« und »Abnehmern« der historisch-politischen Bildungsarbeit die Gelegenheit, sich einen Überblick über die aktuellen Angebote zum Thema zu verschaffen. Sie diente als Informationsbörse ebenso wie als Diskussions- und Vernetzungsforum. Die Teilnehmer erhielten die Möglichkeit, in Workshops eigene Initiativen und Projekte zu präsentieren. Zusätzlich konnten Institutionen ihre Arbeit auf dem »Markt der Möglichkeiten« vorstellen. Weitere Informationen und eine Nachlese unter www.geschichtsmesse.de.
Osno Lubuskie (Polen), 05.-06. Februar
»Aufbruch ’89. Interdisziplinäre Perspektiven auf 20 Jahre Gesellschaftstransformation«
Doktoranden-Workshop gemeinsam mit FIT – Frankfurter Institut für Transformationsstudien
Der Workshop richtete sich an Doktorandinnen und Doktoranden, die sich mit Fragen der DDR- und Teilungsgeschichte sowie mit Problemen der postsozialistischen Gesellschaftstransformation in Ost(mittel)-europa seit 1989 / 90 befassen. Gemeinsam mit Stipendiatinnen und Stipendiaten des Stipendienprogramms »Aufbruch ’89« konnten die Nachwuchswissenschaftler ihre Forschungsvorhaben zur Diskussion stellen.
Veranstaltungsbericht (268 KB)
Der Workshop richtete sich an Doktorandinnen und Doktoranden, die sich mit Fragen der DDR- und Teilungsgeschichte sowie mit Problemen der postsozialistischen Gesellschaftstransformation in Ost(mittel)-europa seit 1989 / 90 befassen. Gemeinsam mit Stipendiatinnen und Stipendiaten des Stipendienprogramms »Aufbruch ’89« konnten die Nachwuchswissenschaftler ihre Forschungsvorhaben zur Diskussion stellen.
Veranstaltungsbericht (268 KB)
Berlin, 28. Januar
»Das weiße Haus in Ost-Berlin – Die Ständige Vertretung der Bundesrepublik bei der DDR«
Buchpräsentation mit Jacqueline Boysen
Mit der neuen Ostpolitik von Willy Brandt ließen die beiden deutschen Staaten Anfang der 1970er Jahre erstmals zu, dass der jeweils andere Staat auf ihrem Territorium eine offizielle Vertretung einrichtete. Zwar waren dies keine richtigen Botschaften, aber Einrichtungen, die sich um die Belange hilfesuchender Bürger aus beiden Staaten, um Häftlinge in den Gefängnissen der DDR, um Politikerreisen, die Journalistenbetreuung oder den Kulturaustausch kümmerten. Die praktischen Alltagsfragen reichten vom grenzüberschreitenden Erbschafts- oder Vormundschaftsfall bis hin zu entflogenen Papageien oder Fundsachen aus den Transitzügen. Immer wieder versuchten auch Flüchtlinge über die ständige Vertretung der Bundesrepublik in Ost-Berlin ihre Ausreise zu erzwingen. Jacqueline Boysen rekonstruiert in ihrem neuen Buch die Geschichte dieser ganz besonderen diplomatischen Vertretung anhand von Zeitzeugengesprächen und Archivmaterialien aus dem Auswärtigen Amt, dem Kanzleramt und dem Bundesarchiv sowie aus den Hinterlassenschaften des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR.
Veranstaltungsflyer (504 KB)
Veranstaltungsbericht (90 KB)
Mit der neuen Ostpolitik von Willy Brandt ließen die beiden deutschen Staaten Anfang der 1970er Jahre erstmals zu, dass der jeweils andere Staat auf ihrem Territorium eine offizielle Vertretung einrichtete. Zwar waren dies keine richtigen Botschaften, aber Einrichtungen, die sich um die Belange hilfesuchender Bürger aus beiden Staaten, um Häftlinge in den Gefängnissen der DDR, um Politikerreisen, die Journalistenbetreuung oder den Kulturaustausch kümmerten. Die praktischen Alltagsfragen reichten vom grenzüberschreitenden Erbschafts- oder Vormundschaftsfall bis hin zu entflogenen Papageien oder Fundsachen aus den Transitzügen. Immer wieder versuchten auch Flüchtlinge über die ständige Vertretung der Bundesrepublik in Ost-Berlin ihre Ausreise zu erzwingen. Jacqueline Boysen rekonstruiert in ihrem neuen Buch die Geschichte dieser ganz besonderen diplomatischen Vertretung anhand von Zeitzeugengesprächen und Archivmaterialien aus dem Auswärtigen Amt, dem Kanzleramt und dem Bundesarchiv sowie aus den Hinterlassenschaften des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR.
Veranstaltungsflyer (504 KB)
Veranstaltungsbericht (90 KB)
Berlin, 05.–27. Januar
»Die heile Welt der Diktatur? Herrschaft und Alltag in der DDR«
Ausstellung gemeinsam mit dem Magazin stern - Lichthof im
Auswärtigen Amt
Mit wachsendem zeitlichen Abstand verklärt sich für viele Ostdeutsche der Blick auf die DDR-Wirklichkeit. Gleichzeitig fällt es jungen Menschen ebenso wie Westdeutschen schwer, sich ein Bild vom Alltag in der DDR zu machen. Mit der Ausstellung »Die heile Welt der Diktatur? Herrschaft und Alltag in der DDR« geben der stern Fotograf Harald Schmitt und der Historiker und Publizist Stefan Wolle Einblicke in eine durchherrschte Gesellschaft. Harald Schmitt war sechs Jahre akkreditierter Journalist des Hamburger Magazins in der DDR. Stefan Wolle hat das Standardwerk zu Alltag und Politik in der Ära Honecker geschrieben. Die Ausstellung wird von der Bundesstiftung Aufarbeitung gegen eine Schutzgebühr für Zwecke der historisch-politischen Bildungsarbeit in Form von 20 DIN A 1 Plakaten bundesweit zur Verfügung gestellt.
Nähere Informationen finden Sie hier.
Mit wachsendem zeitlichen Abstand verklärt sich für viele Ostdeutsche der Blick auf die DDR-Wirklichkeit. Gleichzeitig fällt es jungen Menschen ebenso wie Westdeutschen schwer, sich ein Bild vom Alltag in der DDR zu machen. Mit der Ausstellung »Die heile Welt der Diktatur? Herrschaft und Alltag in der DDR« geben der stern Fotograf Harald Schmitt und der Historiker und Publizist Stefan Wolle Einblicke in eine durchherrschte Gesellschaft. Harald Schmitt war sechs Jahre akkreditierter Journalist des Hamburger Magazins in der DDR. Stefan Wolle hat das Standardwerk zu Alltag und Politik in der Ära Honecker geschrieben. Die Ausstellung wird von der Bundesstiftung Aufarbeitung gegen eine Schutzgebühr für Zwecke der historisch-politischen Bildungsarbeit in Form von 20 DIN A 1 Plakaten bundesweit zur Verfügung gestellt.
Nähere Informationen finden Sie hier.
Berlin, 15. Januar
»Staats-Sicherheiten«
Berliner Erstaufführung des Theaterstücks aus Anlass des 20. Jahrestages der Erstürmung der Stasi-Zentrale in Berlin. Gemeinsam mit der Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen
Mit der Aufführung von »Staatssicherheiten« des Potsdamer Hans-Otto-Theaters wurden an diesem Jahrestag der Erstürmung der Berliner Stasi-Zentrale die Betroffenen in den Mittelpunkt gestellt: 15 ehemalige Häftlinge aus den Stasi-Gefängnissen Berlin-Hohenschönhausen und Potsdam-Lindenstraße kamen zu Wort und schilderten ihre traumatischen Erlebnisse, berichteten von Verhaftung, Verhören, von ihren Schmerzen und Überlebensstrategien. Unter der Regie von Clemens Bechtel und nach einem Konzept von Lea Rosh und Renate Kreibich-Fischer schilderten die Häftlinge ihre Erfahrungen vor, während und nach der Haft. Sie erzählten von Spitzeln, Vernehmern und von falschen Freunden. Sie erinnerten sich an Unterdrückungsmechanismen und an Überlebensstrategien. Nicht selten haben die Betroffenen biographische Brüche hinnehmen müssen, die sie für ihr weiteres Leben entscheidend beeinflussten. Daneben macht »Staats-Sicherheiten« deutlich, wie heute, zwanzig Jahre nach der Friedlichen Revolution, mit diesem Aspekt deutscher Diktaturgeschichte umgegangen wird.
Mit der Aufführung von »Staatssicherheiten« des Potsdamer Hans-Otto-Theaters wurden an diesem Jahrestag der Erstürmung der Berliner Stasi-Zentrale die Betroffenen in den Mittelpunkt gestellt: 15 ehemalige Häftlinge aus den Stasi-Gefängnissen Berlin-Hohenschönhausen und Potsdam-Lindenstraße kamen zu Wort und schilderten ihre traumatischen Erlebnisse, berichteten von Verhaftung, Verhören, von ihren Schmerzen und Überlebensstrategien. Unter der Regie von Clemens Bechtel und nach einem Konzept von Lea Rosh und Renate Kreibich-Fischer schilderten die Häftlinge ihre Erfahrungen vor, während und nach der Haft. Sie erzählten von Spitzeln, Vernehmern und von falschen Freunden. Sie erinnerten sich an Unterdrückungsmechanismen und an Überlebensstrategien. Nicht selten haben die Betroffenen biographische Brüche hinnehmen müssen, die sie für ihr weiteres Leben entscheidend beeinflussten. Daneben macht »Staats-Sicherheiten« deutlich, wie heute, zwanzig Jahre nach der Friedlichen Revolution, mit diesem Aspekt deutscher Diktaturgeschichte umgegangen wird.

